Serie FENSTER NACH INNEN
Wenn der Blick nach innen fällt – von der Unruhe hinter der glatten Fassade
ICH BIN WOANDERS
MEIN KOPF BRENNT
ES HÖRT NICHT AUF
ES PASST NICHT ZUSAMMEN
Die Schriftstellerin Virginia Woolf beschrieb den menschlichen Geist einmal als ein ganz eigenes Terrain mit eigenen Gezeiten und Gesetzen. Diese innere Landschaft richtet sich selten nach den Anforderungen von außen; sie ist widersprüchlich, sprunghaft und unruhig.
Das Zitat markiert den Ausgangspunkt für meine Serie FENSTER NACH INNEN. Nach außen hin steht die Fassade: beherrscht, angepasst, unauffällig. Die Arbeiten öffnen schmale Schlitze in dieser Oberfläche – wie Fenster, die einen kurzen, ungeschönten Blick auf das freigeben, was dahinter tatsächlich vorgeht.
Die Lamellen wirken wie ein Filter zwischen beiden Welten. Sie verdecken und öffnen zugleich: Dahinter wird das Innenleben sichtbar, mit all seinen Spannungen, seiner Hitze und Kühle, seinem Drängen und Zögern. Eine ständige innere Bewegung, die Kraft kostet und sich nicht einfach abstellen lässt.
Die Serie FENSTER NACH INNEN richtet den Blick auf diese Gleichzeitigkeit – und lässt das erkennen, was hinter der Fassade weiterarbeitet.