SONNENBRILLENTAGE

Wenn Nähe dosiert werden muss. Vom Rückzug hinter dunklen Gläsern.

„Die Augen sind das Intimste an einem Menschen. […] Die Sonnenbrille brauche ich, weil ich mich absolut nackt fühle, wenn man mir in die Augen schauen kann.“ — Iris Berben in der ARTE-Dokumentation “Ein persönliches Porträt” (2023)

Dieses Zitat war Ausgangspunkt für die Serie SONNENBRILLENTAGE. Die Sonnenbrille dient hier nicht als modisches Accessoire, sondern als Schutzraum und Vorhang, den wir zuziehen, wenn die Welt zu grell wird.

Die Arbeiten widmen sich dem Moment des bewussten Rückzugs: hinter getönten Gläsern unsichtbar zu sein, während der eigene Blick geschützt nach außen geht. Die dunklen Gläser werden zur leisen Rüstung – eine Hommage an die maskierte Verletzlichkeit und die Freiheit, selbst zu dosieren, wie viel Nähe man zulässt.